EINSTIEGSQUALIFIZIERUNG

Die Inhalte der Altenpflegeausbildung bereits in einer Qualifizierung kennen zu lernen ist möglich durch eine Einstiegsqualifizierung. Doch was bedeutet das? Die Einstiegsqualifizierung ist ein Förderinstrument der Bundesagentur für Arbeit. Junge Menschen bis 25 Jahre, die bis zum 30. September eines jeden Jahres keine Ausbildungsstelle gefunden haben, oder noch nicht für eine Ausbildung in vollem Umfang geeignet sind, können an dieser Qualifizierung teilnehmen.

Der Hintergrund besteht darin, Fähigkeiten, welche für eine Ausbildung in der Altenpflege notwendig sind, zu erlangen oder zu vertiefen. Über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten lernen junge Menschen das Berufsbild und die täglichen Arbeitsprozesse in einer Altenpflegeeinrichtung kennen. Ziel ist es, nach der erfolgreichen Einstiegsqualifizierung eine Ausbildungsstelle im Unternehmen zu bekommen.
Für die Teilnehmenden einer Einstiegsqualifizierung kann das Ausbildungsunternehmen einen Zuschuss zur monatlichen Vergütung und einen Anteil an den Sozialversicherungsbeiträgen bei der Arbeitsagentur beantragen. Das heißt, neben den Einblicken in das Berufsbild erhalten Teilnehmende auch ein „kleines Taschengeld“ in der Zeit der Qualifizierung.

Das von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Langzeitpraktikum, welches der Vorbereitung auf eine Ausbildung dienen soll, kann an allen ambulanten, stationären, teilstationären und Kurzzeitpflegeeinrichtungen absolviert werden, die über einen Versorgungsvertrag nach § 72 SGB XI verfügen.

Weitere Informationen und Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Ausbildungsunternehmen erhältst du durch die zuständige Arbeitsagentur oder durch die QualifizierungsentwicklerInnen für die Sozialwirtschaft.

Praktikum

Ein Praktikum ist der beste Weg, sich über eine berufliche Tätigkeit zu informieren und Erfahrungen zu sammeln. Du bist in ein betriebliches Umfeld eingebunden und erfährst aus erster Hand, welche Anforderungen der Beruf oder die Ausbildung an dich stellen. Wichtig dabei ist, dass du ein Praxisunternehmen findest, welches dir gute Möglichkeiten bietet, in das Berufsbild hinein zu „schnuppern“. Ob Vorbereitungspraktikum oder Schulpraktikum – erkundige dich am besten direkt bei der Leitung des Pflegeheims, der Tagespflegeeinrichtung oder des ambulanten Pflegedienstes, ob du dein Praktikum dort starten kannst. Hier hilft dir unsere Übersicht der Ausbildungsstellen weiter.

FREIWILLIGES SOZIALES JAHR

Das freiwillige soziale Jahr oder auch Thüringenjahr bietet dir die Möglichkeit, dich im Bereich Gesundheit, Soziales, Jugend oder Bildung zu engagieren. Mögliche Einsatzstellen sind Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Sozialstationen oder auch Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit. Das Thüringenjahr ist ein Angebot für junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahre und dauert in der Regel 12 Monate. Auch hier erhältst du ein monatliches Taschengeld, bist sozialversichert und hast die Möglichkeit dich in Seminaren zu sozialen, politischen und kulturellen Themen weiter zu bilden. Während des freiwilligen sozialen Jahres lässt sich gut herausfinden ob einem ein Beruf in der Altenpflege gefallen könnte. Interessiert? Dann informiere dich bei den Trägern des Freiwilligen Sozialen Jahres.

BUNDESFREIWILLIGENDIENST

Die Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst bedeutet ein freiwilliges Engagement im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich. Dabei steht der Bundesfreiwilligendienst allen Menschen offen, die ein Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl besitzen und die Schulpflicht erfüllt haben. In der Regel dauert der Freiwilligendienst 12 Monate. In dieser Zeit bist du gesetzlich sozialversichert, bekommst ein Taschengeld und nimmst an Seminaren teil. In dieser Zeit bekommt man einen guten Einblick in die Berufsfelder der Altenpflege und kann rausfinden ob einem der Beruf gefallen könnte. Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst und zu möglichen Einsatzstellen findest du unter: www.bundesfreiwilligendienst.de